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Meine bisherigen Töffs
Erfahrungsberichte


Damit keine Missverständnisse entstehen, ich besitze keine Sammlung, Die früheren Maschinen gab ich in der Regel an Zahlung für eine andere. Gegenwärtig (ab 2009) fahre ich die Honda Hornet 900. Eine Vespa und zwei Mofas sind hier nicht aufgeführt. Die Vespa 125 war das gefährlichste Ding, mit dem ich einen Sommer lang mein Leben riskierte. Zu jedem Töff sind ein paar zusätzliche aus Bilder aus jener Zeit verfügbar.

Honda CB72
Suzuki T20
Honda CB450
Aermacchi Sprint H
BMW R60/5
Yamaha R5
Aermacchi Sprint H
Honda CB500

Yamaha TX750
Yamaha SRX6
Honda VFR750FM
Honda MTX125
Yamaha FZ750
Yamaha FZR1000
Honda Hornet 900
Kawasaki ZRX 1100
Pony GTX


  • Honda CB72

1.3.1965, ca. 40'000 km gefahren, 250 ccm, 25 PS bei damals astronomischen 9-10'000 1/min.
Welch hinreissend sportliche Linie anno 65! Ich musste sie haben. Kein Vergleich mit den braven deutschen 250ern wie NSU Max oder BMW. Sie war zuverlässig verglichen mit den Engländern, aber ein paar Krankheiten hatte sie schon. Blechteile rissen infolge der hochfrequenten Vibrationen, mal sass der 2 Gang fest, mal lockerte sich das Kettenrad auf der Nockenwelle, usw. Alles in allem machte sie mir aber viel Freude. In den Ferien brausten wir nach und durch Dänemark.

Nach etwa 40'000 km waren die beiden Kolben durch. Kein Wunder bei den ständigen Vollgasfahrten. Ausserorts kannten wir noch kein Speedlimit.

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Honda CB72, 250 ccm

  • Suzuki T20

16.6.1966, ca. 25'000 km gefahren, 250 ccm, 29 PS, Zweizylinder-Zweitakt.
Hart setzte der Zweitakter ein beim Gasgeben. Dagegen war ja die CB72 stocksauer. Aber wetterfühlig war sie! Bei kühlem Herbstwetter ging sie wie eine Rakete, glaubte ich wenigstens. Die Ferien in Schottland lockerte ich mit einem Crash auf. In Birmingham musste ein neuer Scheinwerfer her. Die Sugi Vertretung hatte, oh Schreck! die mächtige britische AMC. AJS, Matchless verkauften Japaner! Es muss ihnen schon sehr mies gegangen sein. Leider achtete ich zuwenig auf den Wärmewert der Kerzen, was ein Jahr später prompt einen Kolben kostete.
Unvergessen bleibt Fifis Teilnahme am Generoso Bergrennen mit einem völlig serienmässigen Exemplar.

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Suzuki T20, 250 ccm

  • Honda CB450

1.4.1967, ca. 30'000 km gefahren, 450 ccm, 43 PS, Zweizylinder-Viertakt.
Mein erster Töff über 250 ccm. Einfach eine andere Welt! Nach einem Monat, mit praktisch neuem Töff mein schwerster Crash. Böses Erwachen um 5.00, du starrst an eine weisse Decke und zerbrichst dir den brummenden Kopf, wie du da hingekommen bist. Neun Wochen Gips während der Saison. Zeit den Töff zu flicken. Zum Glück nimmt mich Hans Goethe in seinem Fiat 1500 mit auf die Ausfahrten.
Qualitativ hat sich seit der CB72 einiges gebessert. Ausserorts immer noch unbeschränkt. Unbeschreiblich, die nächtlichen Flüge durchs leere Sihltal.
In den Ferien fahre ich mit Kurt Aeby nach Skandinavien. Die beiden 450er laufen wie die sprichwörtlichen Örgeli. 1968 geht sie an einen Rennfahrer weil ich mit Kurt in die USA ziehe, um an Käfern zu schrauben.

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Honda CB450, 450 ccm

  • Aermacchi Sprint H

5.5.1969, ca. 17'00 km gefahren, 250 ccm, 21 PS, Einzylinder-Viertakt, Alu-Zylinder.
Die Finanzen sind knapp nach dem USA Abenteuer und bei Pozzi strahlt eine italienische Schönheit. Kaum 120 Kilo, nicht schwerer als Vaters Lambretta. Sie geht wie die Honda CB250 aber sie ist halt viel leichter und eleganter. Eine Honda hat ja bald jeder, aber eine Aermacchi, das war was besonderes. Im Oktober jenes Jahres besuchten Edgar und ich das Vereinigte Königreich. Es sollte eine Tour zu den britischen Töffwerken werden. Triumph liess uns nicht rein, die fantasierten von neuen Modellen, die die Kunden noch nicht sehen dürften, BSA lud uns zu einer unvergessenen Führung ein. Und Velocette bemühte gar einen Salesmanager.
Die Sprint liess mich nie im Stich, auch nicht beim Privatrennen durch Birmingham mit einem Polizisten ...

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Aermacchi Sprint H, 250 ccm

  • BMW R60/5

1.3.1970, ca. 28'000 km gefahren, 600 ccm, 40 PS, Zweizylinder-Viertakt-Boxer.
Mit den /5 Modellen kehrte BMW nach den Vollschwingen-Fahrwerken zur Telegabel zurück. Man wird ja älter und kauft sich was dauerhaftes und solides. Solid war sie, nur nicht dauerhaft. Eine Ferienreise an die TT verdaute sie noch klaglos. Bald danach machten sich metallische Geräusche vom Hinterrad bemerkbar. Die keilnutenverzahnte Mitnehmermuffe des Hinterradantriebs war bereits nach 10'000 km ausgeschlagen. Und ich glaubte der Kardan hält ewig.
Langsam ist die Drehbank aber nicht, jedenfalls gelingt mir das Husarenstück, am Brünig die vergoldete (Ceriani Gabel) Bonneville eines Lucchinetti-Kunden zu versägen. Bin doch noch nicht so alt. Ein Jahr später machen sich wieder Geräusche bemerkbar - die Nockenwelle ist flach.

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BMW R60/5, 600 ccm

  • Aermacchi Sprint H

1.3.1971, ca. 7'000 km gefahren, 250 ccm, 21 PS, Einzylinder-Viertakt, Guss-Zylinder.
Als Zweittöff auf Wechselnummer gekauft. Gleiche Vor- und Nachteile wie das 69er Modell. Der Motor macht aber einen robusteren und standfesteren Eindruck. Auch halten die Gewinde besser, man zieht nicht gleich jede Schraube raus. Katastrophal ist die Lichtanlage mit 60 Watt Gleichstromlichtmaschine. Mich schauderts noch heute, wenn ich die Namen CEV oder Magneti Marelli höre. Nicht so schnell wie die Suzuki T250 aber mit dem grossen Tank und dem molekularen Spritverbrauch kannst du zwei Tankstops der Oelbrenner überspringen.

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Aermacchi Sprint H, 250 ccm

  • Yamaha R5

1.5.1971, ca. 17'000 km, 350 ccm, 40 PS, Zweizylinder-Zweitakter.
Der zweite und letzte Zweitakter und wahrscheinlich der erste und letzte 350er. So schnell wie die BMW aber leichter und handlicher. Schnell, sicher und zuverlässig, wenn die der Wärmewert der Kerzen stimmte und der richtige Most im Tank war. Das Ding verschlang Zündkerzen wie unsereiner Pralinen. Eine Reise mit Peter Hediger an die TT und anschliessend nach Schottland kostete Nerven. Dauernd diese Fäden an den Kerzen. Das britische Petrol behagte ihr nicht im geringsten. Und dauernd bist du am Oel nachfüllen ....

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Yamaha R5, 350 ccm

  • Honda CB500

1.3.1972, ca. 30'000 km gefahren, 500 ccm, 50 PS, Vierzylinder-Viertakt.
Welch geiler Sound bei 9'500 Umdrehungen entlang alpiner Felswände die Pässe hoch! Zweitakter ade! Mein bester Töff in jenen Jahren. Kein Uebergewicht und Doppelkette als Primärtrieb wie die grosse ältere Schwester CB750. Standfester Motor, eine Scheibenbremse im Vorderrad und ein gutes Fahrwerk - Knüttlerherz was willst du mehr. Mehr kann ich nicht berichten, ein beinah perfekter Töff.

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Honda CB500, 500 ccm

  • Yamaha TX750

1.3.1975, ca. 10'000 km gefahren, 750 ccm, 63 PS, Zweizylinder-Viertakt.
Mehr oder weniger ein Geschwür, hätt ich nie kaufen sollen. Oelverlust beim Generator, Anlasser bald defekt und Oelverbrauch im Rahmen der Kawasaki H2 meines Kollegen. Eine Reise mit Kurt Aeby nach Wales überlebten wir defektlos, aber ich traute dem Ding nie richtig.

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Yamaha TX750, 750 ccm

  • Yamaha SRX6

13.3.1989, Januar 1999 60'500 km, 600 ccm, 42 PS, Einzylinder-Viertakt.
Ein Neuanfang nach 13 Jahren Abstinenz. Die Fortschritte sind gewaltig. Reifen die den Doppelscheibenbremsen gewachsen sind. Du sitzt mehr im als auf dem Töff. Und zuverlässig sind die Töffs geworden, kaum zu glauben. Ausser Verschleissteilen wie Kette, Kupplungskabel, Filter, Lenkkopflager, etc. musste ich noch nie ernsthaft bauen.
Noch nie zuvor bin ich einen Töff elf Jahre gefahren. Der Einzylinder ist genügsam, wendig und sparsam. Die Vierzylinder sind in Punkto Leistung natürlich in einer andern Welt.
Januar 2000 65'000 km. Am 1.4.2000 verkauft an Hanspeter Jost in Brügg/BE.

Weitere Bilder Prospekt Testberichte

Yamaha SRX6, 600 ccm

  • Honda VFR750FM

1.3.1994, Januar 1999 64'000 km, 750 ccm, 100 PS, Vierzylinder-Viertakt.
Ueberragende Technik und elegante Linie liessen mich zur VFR greifen. Die Einarmschwinge erlaubt den Schalldämpfer nah am Hinterrad zu führen, nebst einfachem Radausbau bei dem Kette und Bremse unberührt bleiben. Ebenso überzeugend die spielfreien Zahnräder zu den vier Nockenwellen. Kettengerassel ade! Letztes Jahr führte ein defekter Regler zu ausgekochten Batterien. Fand ich ein bisschen teuer, Fr. 260.- für ein paar eingegossene Dioden.
Auf Reisen nach Irland, Spanien, Frankreich, Italien, usw. bewährte sich die VFR bestens und verwöhnte mich mit super Komfort und ausreichend Leistung. Bei meiner tourenmässigen Fahrweise halten die Verschleissteile fast ewig: 1. Kette 52'000 km, immer noch die ersten Bremsklötze, Battlax BT54R 10'000 km, BT54F 11'000 km. Schlicht, ein Supertöff. Wenn nur der Kühler nicht direkt vor den Kerzen der vorderen Bank wäre ...
Januar 2000 74'000 km. Januar 2009 114'112 km.
Am 14. März 2009 verkauft an Claude Dänzer in Frutigen/BE.

Weitere Bilder Prospekt Testbericht Motorrad 2/1990

Honda VFR750FM

  • Honda MTX125

Juli 1996, ca. 1'000 km gefahren, 125 ccm, Einzylinder-Zweitakt.
So ein Endurotöff ist auch was glattes. Da hatte ein Nachbar ein vergammeltes, dreizehnjähriges Stück in der Tiefgarage. Die Ruine wechselte von der Tiefgarage zu meiner Scheune und nach zwei Wochen Ferien konnte ich mit gutem Gewissen dem Prüfungstermin im Strassenverkehrsamt entgegensehen.
Allerdings hatte ich nie die Absicht sie länger zu behalten. Im nächsten Frühling verkaufte ich sie an eine Gabriela aus Bülach. Gabriela fand die MTX sooo geil! Sie musste sie einfach haben. Seither hab ich weder Gabriela noch die MTX wieder gesehen.

Weitere Bilder und Bericht

Honda MTX 125

  • Yamaha FZ750

März 2000, gebraucht gekauft mit 20'000 km, 750 ccm, Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor.
Sie soll die SRX ablösen und die VFR etwas von den grösseren Touren entlasten. Die FZ hat 100 PS, mehr als das doppelte der SRX, ist natürlich ein Stück schwerer, darür gibt's einen E-Anlasser und Zentralständer. Bis zum Vorführtermin am 28.3. muss noch ein neuer Hinterradreifen her, dazu Grosswäsche und einige Kleinigkeiten werden meinen Ansprüchen angepasst.
MFK am 28.3.2000 bestanden. Erneute MFK im April 2003 und meinem Sohn abgegeben.

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Yamaha FZ750

  • Yamaha FZR1000

Januar 2004, gebraucht gekauft mit 17'500 km, 1002 ccm, Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor.
Ich habe mich etwas in Geduld geübt um mir einen Traum recht günstig zu erfüllen. Die FZR ist von 1991, sieht noch fast wie neu aus und wird mir sicher gute Dienste leisten auf meinen Fahrten durch Europa.

Es gibt Edelbastler, die würgen einen FZR Motor in die FZ750 und ersetzen die Orginalräder mit 17 Zöllern. Mir macht es mehr Sinn, gleich die FZR zu fahren und sich die Arbeit und den Ärger mit der Zulassungsbehörde zu sparen.

17. Juni 2009, 73'200 km, an H.R. Zihlmann/Rebikeling verkauft.

Weitere Bilder

Yamaha FZR 1000, 1991, so stand sie beim Händler

  • Honda Hornet 900

Februar 2009, gebraucht gekauft mit 7'750 km, 918 ccm, Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor.
Lange schwankte ich zwischen Fireblade 918 und Hornet. Schliesslich wählte ich die Hornet - eine Vernunftwahl. Dieses Exemplar fand ich bei Moto 91 und war die einzige Gebrauchte mit dem optionalen Zentralständer.

Testbericht & Bilder

Honda Hornet 900

  • Pony GTX

Februar 2014, gebraucht gekauft mit 2328 km, 49 ccm, 1.2 PS, Einzylinder-Zweitaktmotor.
Nach 43 Jahren wieder ein Mofa. Es begann 1964 mit einem Allegro Sachs, dann folgte 1970 ein Ciao. Das Allegro erwies sich als sehr zuverlässig und begleitete mich auf eine fünfwöchige Reise nach Yugoslawien, Oberitalien und Südfrankreich. Das Ciao habe ich unguter Erinnerung.

Mit dem Pony kann ich den täglichen Stau zwischen Eglisau und Bülach auf dem Radweg passieren. Laut einer kürzlichen Zeitungsmeldung rückt die Umfahrung Eglisau dank Einsprachen von Natur- und Heimatschutzkreisen in weite Ferne. Ich werd's wohl nicht mehr erleben!

Erfahrungsbericht

  • Kawasaki ZRX 1100

Juni 2015, gebraucht gekauft mit 40'020 km, 1052 ccm, Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor. Einmal mehr mein "letzter" Töff.

Weitere Bilder

Kawasaki ZRX 1100


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Text und Bilder Robert Pfeffer
CH-8194 Hüntwangen

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