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Karl Max Trefzger |
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Linotype Museum
Das neue Linotypemuseum in einer ehemaligen Schuhfabrik. |
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Aus dem Prospekt Die geniale Idee Im 19. Jahrhundert betrug die Stundenleistung eines Handsetzers ca. 1400 Buchstaben pro Stunde. Nur mit einer Armee von Setzern wäre eine heutige Tageszeitung möglich, denn es müsste nicht nur gesetzt, sondern auch wieder abgelegt werden, abgesehen vom enormen Materialaufwand. auch die Bleilettern wären nur für wenige auflagen verwendbar, da eine Abnützung unweigerlich eintritt. Man suchte deshalb nach einer Möglichkeit den Satz maschinell herzustellen. Über 200 verschiedene Patent-Anmeldungen wurden bekannt, jedoch die grösste Zahl der Erfindungen führte in eine Sackgasse. Anfangs versuchte man Handsatzlettern maschinell zu setzen, doch die Stundenleistung der Maschine war nicht höher wie die Handsatzleistung der drei Bedienungspersonen zusammen. Viele der Erfinder verloren ihr ganzes Hab und Gut. Nur drei Entwicklungen blieben mit der Zeit übrig. Die "Monotype" eine Einzelbuchstaben-Giessmaschine gesteuert mit mit einem Lochband, ebenso der "Typograph", eine Zeilengiessmaschine mit an Stäben befestigten Messingmatrizen, und die "Linotype" mit dem bekannten Matrizenumlauf und Zeilenguss. Der Typograph hatte den Nachteil, dass man nur eine Schrift setzen konnte, das umstellen auf eine andere Schriftwar durch den Stabwechsel sehr umständlich. Die Linotype war deutlich überlegen, auch der günstige Preis des Typograph war letztendlich nicht ausschlaggebend. Natürlich versuchten sich nun bald viele Nachahmer im Kopieren einzelner Aggregate, aber in einer Reihe von Prozessen wurden die meisten abgewehrt. Ganz verhindert werden konnten die Kopien jedoch nicht, da durch die Globalisierung der Patentschutz Löcher hatte. So wurde in England die "Intertype" und in Russland die Neotype gebaut und mit Erfolg vertrieben. Diese Sammlung von Linotype-Maschinen erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit, aber es wird laufend versucht noch fehlende Modelle und System e auch im Fremdmaschinen-Bereich zu beschaffen. Noch gesucht wird das Modell 2 Simplex, Modell 12 (in Vorbereitung) und Modell 6. Diese Typen sind sehr selten oder nicht mehr im Originalzustand aufzufinden. So suchen wir das Modell 2 mit Gasheizung. Eine derartige Maschine wurde 8 Tage bevor wir diese aufstöberten verschrottet-nur wenige Kilometer von uns, in Schramberg. Mit dieser Sammlung wird versucht, die Entwicklung des Maschinensatzes festzuhalten, das diese Erfindung massgeblich die Kommunikation verbesserte. Zum Beispiel durch Tageszeitungen, Literatur, Lehrstoff, wissenschaftliche Veröffentlichungen etc. Die Auswirkungen waren in ewa so gross wie die Erfindung der Einzelbuchstaben durch Johannes Gutenberg. Die Bleilettern-Epoche dauerte etwa 50 Jahre, die Bleisetzmaschinen-Zeit ca. 80 Jahre, bis sie vom Fotosatz abgelöst wurde. Der Fotosatz wird derzeit nach ca. 30 Jahren durch den Digitalsatz ersetzt. Was kommt danach? Schopfheim, November 2000 |
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Kurze Geschichte des Typhographs Die Typhograph Zeilensetzmaschine wurde 1888 von John Rogers in den USA konstruiert, und von Fred Bright in Cleveland/USA gebaut. Der Marktdurchbruch erfolgte ca. 1890. Rogers Maschine findet rasch Verbreitung. Die zwangsweise Matrizenführung ist charakteristisch für diese Maschine. Der Typhograph kennt nur einen Weg: den Gleitdraht hinunter zur Sammelstelle und nach dem Giessen den gleichen Weg zurück. Die Typen werden im Komplettgiessverfahren hergestellt. 1894 erwirbt die Mergenthaler Printing Co. alle in den USA erteilten Patente sowie die Fabrik. Dadurch wird die Konkurrenz vom Markt genommen. Die Maschine wird jedoch in Kanada weitergebaut und verbessert. Die Ludwig Loewe AG in Berlin findet Interesse und führt die Maschine auf dem deutschen Markt ein. Sie wird umkonstruiert und 1905 erstmals gezeigt. 1905 entsteht der Zweibuchstaben-Typograph als Selbstableger und 1914 das Universal-Modell. Zum damaligen Zeitpunkt war der Typhograph das am meisten verbreitete Zeilengiessmodell neben der Linotype. |
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Blick in den Maschinenraum. Der Eingang befindet sich ganz hinten und der Rundgang beginnt mit den Typographen von 1915. |
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Schaltuhren schalteten die Giessofen der Setzmaschinen 1 Stunde vor Arbeitsbeginn ein, um das Blei zu schmelzen damit der Setzer sofort mit der Arbeit beginnen konnte. |
Das geöffnete Herzstück der Setzmaschine. Im Giessrad sind die vier Giessformen sichtbar, jede für eine andere Zeilenlänge und/oder Zeilenhöne. Die Zeilenlänge wird durch Einsatzstücke begrenzt von denen ich während meiner Mechanikerlehre hunderte anfertigte. Die Masse werden in typographischen Punkten angegeben. Wenn ich mich recht erinnere sind 12 Punkte gleich 1 Cicero gleich 4.212 mm. |
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Mergenthaler Linotype GmbH |
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Eine wesentliche Erweiterung des Doppeldeckers stellt das mit zwei Seitenmagazinen ausgerüstete Modell 18 Mixer dar. Setzmaschinen mit Seitenmagazinen findet man zahlreich in Amerika; in Europa beginnt man erst, die Vorteile dieses Modells zu schätzen. |
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Bei dieser Maschine handelt es sich um
einen, in weiten Teilen sichtbaren Nachbau des Linotype
Modells 16. |
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Vom flachen Bleisatz wurde eine negative Kartonmatrize gepresst die anschliessend in einer Presse in einen Halbzylinder umgeformt wurde. Von diesem Negativ goss die "Stereo" den positiven Blei-Halbzylinder. Diese Halbzylinder spannten die Drucker auf die Walzen der Rotations-Druckmaschinen. |
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Text Karl Max Trefzger, Robert
Pfeffer |