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Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela Auf dem Jakobsweg ans Ende der Welt Santiago de Compostela liegt im äussersten Nordwesten Spaniens, in der Provinz Galicien. Dort entdeckten Hirten am Anfang des 9. Jahrhunderts das Grab des Apostels Jakob. Spanisch heisst der Name Santiago, folglich nennt man den Weg dorthin Camino de Santiago, oder eben Jakobsweg. Ab dem 11. Jahrhundert pilgerten Hunderttausende ans Grab des Apostels. Pilger aus der Schweiz marschierten etwa 5'000 km hin und zurück. Auf ihrer halbjährigen Wanderschaft waren sie vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Räuberbanden, Krankheiten und Hunger forderten ihren Zoll. Der Pilger der Gegenwart leidet keinen Hunger mehr, aber er kämpft mit den Widerwärtigkeiten des Strassenverkehrs. Ja, es gibt sie noch, die Pilger. Sie sind mit dem Velo oder wie weiland ihre Ahnen auf Schusters Rappen unterwegs. Die religiösen Motive sind nicht mehr so sehr im Vordergrund, gerade bei den Velofahrern scheint mir der sportliche Aspekt zu überwiegen. Und wenn du keine vier bis fünf Wochen Ferien hast für einen Velotrip? Nimm den Töff! Je nach gewählter Route kannst du mehrere Regionen Frankreichs, die Pyrenäen, das Kantabrische Gebirge und die Meseta (Hochebene im Norden Spaniens) durchqueren. Eine abwechslungsreiche Fahrt in toller Landschaft erwartet den Besucher. Touren-Info |
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Strecke Reiseführer Karten Bücher |
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Sehenswürdigkeiten |
Jakob der Ältere und sein Bruder Johannes waren zwei der zwölf Jünger Jesus Christus. Nach dem Tod Christi soll Jakob in Spanien missioniert haben. Offenbar erfolglos, kehrte er nach Jerusalem zurück, wo er einem Komplott des jüdischen Hohepriesters Abjathar zum Opfer fiel. Im Jahre 44 fällte der römische Statthalter Herodes Agrippa das Todesurteil und Jakob wurde enthauptet. Die Legenden berichten, dass seine Gemeinde Palästina verlassen musste und seinen Leichnam nach Spanien brachte. Man bestattete ihn nahe der Stelle wo er einige Jahre zuvor gestrandet war. Das Apostelgrab geriet in Vergessenheit. Am Anfang des 9. Jh. soll ein heller Stern Hirten das Apostelgrab gezeigt haben. Dieser Sage zufolge bedeutet Compostela campus stellae, Sternenfeld. Einer jüngeren These zufolge ist der Name von einem Gräberfeld unter der Kathedrale abgeleitet, compostela = Friedhof. Santiago wuchs rasch zum bedeutenden Wallfahrtsort. Ab dem 11. Jh. pilgerten Hunderttausende zum Apostelgrab. Aus Furcht vor einem Seeräuber versteckte 1589 der Erzbischof von Santiago die Reliquien aus der Basilika an einem geheimen Ort. 1879 wurden sie durch Zufall wieder entdeckt und vom Papst als die echten anerkannt. 844 hilft ein fremder Ritter auf einem Schimmel die Mauren bei Clavijo zu schlagen. Die Ritter erkennen auf dem Schimmel den heiligen Jakobus und geben ihm den Titel Matamoros (Maurentöter). Auch die Jakobsmuschel ist sagenumwoben. Einmal soll ein Reiter ins Meer gesprungen sein als Jakobs Jünger mit dem Leichnam an die spanische Küste kamen. Als er wieder aus den Fluten auftauchte war er mit Muscheln bedeckt. In einer anderen Legende hat ein Ritter im Kampf gegen die Ungläubigen einen Meeresarm durchschwommen. Als er aus dem Wasser kam, war sein Körper mit Muscheln bedeckt. Seither nimmt jeder Pilger als Beweis seiner Wallfahrt eine Jakobsmuschel mit nach Hause. |
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Pilgerwege nach Santiago de
Compostela Puenta la Reina-Estella-Los Arcos-Torres del Rio-Santo Domingo de la Calzada-Burgos-Frómista-Villalcázar de Sirga-Carrión de Los Condes-León-Astorga-Ponferrada-Cebreiro-Puertomarin-Vilar de Donas-Santiago de Compostela Wegweiser beim Kloster Fischingen. Die 1910 km sind etwas optimistisch, mein Tacho zeigte in Santiago 2500 km. |
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Pilger in Santiago |
Le Puy en Velay en Haute-Loire auf dem Pilgerweg |
In den Schluchten der Ardèche |
Unterwegs mit der Honda VFR750FM |
An einer Wasserscheide Mittelmeer-Atlantik |
Le Puy en Velay en Haute-Loire auf dem Pilgerweg |
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Text und Bilder Robert Pfeffer |