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MV Agusta

Klassik
MV Agusta F4 1000


MV Agusta 125

Rennmaschine 125 Monoalbero, 1953-56
16 PS bei 10'300 1/min

Giovanni Agusta, 1879 in Parma geboren, gründete 1920 die "Construzione Aeronautiche Giovanni Agusta". Eine Aktiengesellschaft zur Herstellung und Wartung von Flugzeugen. Giovanni starb überraschend 1927 und die Firma musste von seiner Witwe und dem ältesten Sohn, Domenico, weiter geführt werden.
Domenico blieb bis zu seinem Tod 1971 an der Spitze des Unternehmens. Kaum ein Unternehmen identifizierte sich so mit seinem Patron wie MV Agusta. Seine Leidenschaft für die Motorrad-Rennerei trieb das Motorradwerk in den Untergang. Ende der siebziger Jahre stellte man die Produktion ein, 1976 gewann Giacomo Agostini das letzte Rennen für legendäre Marke. Die Helikopter-Fertigung überlebte, die Markenrechte für die Motorräder ging an den Industriellen Castiglioni von Cagiva der die Marke nach zwanzig Jahren mit der Lancierung der hinreissend gestylten F4 zu neuem Leben erweckte.

Kein Werk war bisher so erfolgreich in der Motorrad-WM wie MV Agusta. Zwischen 1952 und 1974 errangen die Piloten Cecil Sandford, Carlo Ubbiali, Tarquinio Provini, Gary Hocking, John Surtees, Mike Hailwood, Giacomo Agostini und Phil Read nicht weniger als 38 Fahrerweltmeisterschaften in den Klassen 125, 250, 350 und 500 ccm.

MVAgusta 350 Ipotesi

350 S "Ipotesi", 1975

Die Strassenmaschinen fürs gemeine Volk hatten leider sehr wenig bis nichts gemeinsam mit den ruhmreichen Rennern. Die erste MV wurde im Herbst 1945 vorgestellt: Eine 98er Zweitakter mit Zweiganggetriebe. 1964 stellte MV die erste Vierzylinder-Strassenmaschine vor, eine 600er mit Kardan und seilzugbetätigten vorderen Scheibenbremsen. Sie galt als das hässlichste italienische Motorrad aller Zeiten. Im November 1969 erschien die 750 Sport mit klassischen Trommelbremsen und vier einzelnen Auspufftüten. Sie und ihre Nachfolgemodelle behielten den Kardan bei. Die Vierzylinder geniessen heute hohen Sammlerwert. Im Töffalltag begegnete mir in jener Zeit eine einzige 750S auf dem Susten.

Agostini an der TT, 1970

Isle of Man 1970, Junior TT, Ballaugh Bridge.
Giacomo Agostini eilt mit der Dreizylinder 350er dem Sieg entgegen.

Isle of Man 1970, Junior TT, Ballaugh Bridge.
Giacomo Agostini on his way to victory on the threecylinder 350.

MV Agusta
Technik und Geschichte
der Rennmotorräder von
Christian Spahn

MV Agusta Technik und Geschichte der Rennmotorräder

MV Agusta
Technik und Geschichte der
Rennmotorräder

 

Italienische Motorräder im Test 1955-1975

von Ernst Leverkus

MV 750S

Eine makellose 750S wie sie ab 1971 gebaut wurde.
Bohrung x Hub: 65 x 56 mm
65 PS bei 8'500 1/min
Trockengewicht: 230 kg

MV 750S auf dem Susten

Sommer 1972 auf dem Susten.
Eine 750S parkiert zwischen den PWs.

 

Klacks testete1972
die MV 750S

MV 750S Motor

Der Doppelnockenmotor stammt vom alten Rennmotor aus den sechziger Jahren.
Im rechten Schwingenholm wird die Kardanwelle geführt.

Rosmarie auf der 350 S

Rosmarie posiert aud ihrer 350 S "Ipotesi", Baujahr 1975. Sie sah die kleine MV anlässlich der 2-Rad Zürich im Frühling 1975 und musste sie einfach haben. Einer der ersten Töffs mit Verschalung ab Werk, Gussrädern und Doppel-Scheibenbremse.

Hubraum 349 ccm
Bohrung x Hub 63 x 56 mm
Verdichtung 9.5 : 1
5-Gang Getriebe
Trockengewicht 150 kg
34 PS bei 8'500 1/min

MV F4 und 750S America

Neuzeit: Sonntagnachmittag, 15. Oktober 2000, auf dem Parkplatz der Schwägalp stehen nebeneinander eine 750 S America und eine 750er F4.

MV 750S America

Die 750S America ist in gutem Zustand. Sie wurde von 1976-77 gebaut. Die geschwungene Auspuffanlage ist von Magni.

Trotz langem warten haben sich die beiden Fahrer nicht blicken lassen. Vielleicht sind sie trotz angenehmstem Töffwetter im Restaurant angewachsen.

Bergrennen Boécourt

1. Juli 2001
Keine Gnade für Alteisen am Bergrennen
Boécourt-La Caquerelle.
Das Konzert aus den Magni-Tüten ist virtuos, der Kardan gegen einen Kettensatz ausgetauscht.

Eine klassische 175er von 1955

Eine klassische 175er von 1955.

Brutale

Brutale bei Emil Weber, 8. März 2009

Senna

Senna bei Emil Weber, 8. März 2009, CHF 32'000.-


  • Bücher zu MV Agusta

Colombo Mario/Patrignani Roberto, MV Agusta, Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-01416-5, 245 Seiten, 1991
Mario Colombo und Roberto Patrignani holen Versäumtes nach. Ihr 250 Seiten starker Prachtband stellt Maschinen, Fahrer und die anspruchsvolle Renntechnik anschaulich vor. Nebern der Renngeschichte steht die vollständige Bild- und Text-Dokumentation aller Typen mit ihren Daten im Vordergrund. Ein- und Zweizylindermaschinen, skurile Roller und dreirädrige Lastenmobile, bullige Vierzylinder und kleinvolumige Sechszylinder gehörten zur MV-Modellpalette, die hier grosszügig präsentiet wird.

Spahn Christian, MV Agusta, Serag, ISBN 3-908007-13-5, 280 Seiten, 1986
Das Buch soll die Geschichte der MV-Motorräder, ihrer Technik und Einsätze, aber auch die Männer, die sie konstruierten und fuhren, erzählen. Es beginnt bei den ersten Versuchen, nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, den Rennsport wieder zu beleben und endet mit der vernichtenden Niederlage gegen fernöstliche Motorradproduzenten, die trotz aller technischen Raffinessen nicht aufgehalten werden konnten.

Walker Mick, MV Agusta, Heel, ISBN 3-89365-232-9, 198 Seiten, 1991
Mick Walkers einzigartige Ausgangsposition als Fahrer, Rennfahrer, Sammler, Importeur und Historiker der Marke erlaubte es ihm, die Wahrheit von der Legende zu trennen und die Geschichte des Unternehmens neu zu schreiben. Hier können Sie die Geschichte der Marke MV nachlesen, wie sie noch nirgends zusammengetragen wurde.

Walker Mick, MV Agusta Fours, The Complete Story, The Crowood Press, ISBN 1-86126-329-5, 192 pages, 2000
The renowned motorcycle author Mick Walker tells the full story of these superlative machines right up to the fabulous new F4.

  • Internet

Arturo Magni
Moto Club internazionale MV Agusta
MV Agusta Club Deutschland
MV Agusta Club Schweiz
MV Agusta Club USA

 

Cockpit 350 S


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Text und Bilder Robert Pfeffer
CH-8180 Bülach

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