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Unsere Perserkatze |
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Ihr vollständiger Name ist Momo von Rosenberg, aber das ist natürlich viel zu lang. Wir rufen sie mit Momo oder Mömeli. Sie kam im Juni 1996 in Murg/D im Grenzgebiet am Rhein zur Welt. Sozusagen als "Scheidungswaise" kam die Perserkatze 1998 via einer Arbeitskollegin unserer Tocher zu uns. Momo war bisher noch nie im Freien und wurde tagsüber in der leeren Wohnung eingeschlossen. Momo entwickelte sich bei uns innert weniger Wochen vom kleinen verschupften Kätzchen zu einer anhänglichen, stattlichen Hausgenossin. Da meine Frau vorwiegend zu Hause arbeitet ist Momo stark auf sie zentriert. Der Auslauf ins Freie hat Momo einige bereits verloren geglaubte Instinkte zurückgebracht. Sie beobachtet und pirscht Vögel an, versucht auf Bäume zu klettern und will abends draussen bleiben bis in alle Nacht. Nur ihr Geschäft erledigt sie nach wie vor in der Katzenkiste, das scheint draussen nicht zu gehen. Nun, man muss bedenken, dass sie anfangs kaum in der Wiese vor dem Haus laufen konnte. Ihre Pfoten waren offenbar nur an Spannteppiche gewohnt. Das Langhaarfell will täglich gebürstet sein, schützt aber andererseits vor Zeckenbefall. Im Gegensatz zu unseren früheren Hauskatzen entfernt sich Momo nicht vom Haus und marschiert kein kilometerlanges Revier ab. Somit dürfen wir mit einer normalen Lebenserwartung von Momo rechnen. Unsere früheren Katzen wurden überfahren, kamen "abhanden", gerieten in eine Mähmaschine oder erlagen einer Seuche. |
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Der viele Schnee im Winter 1998/99 war ganz neu und ungewohnt für Momo. Neugierig und ängstlich zugleich ist sie durch die weisse Pracht gestapft. |
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Momo ist die erste Katze die ich kenne, die sich ausgiebig und oft auf dem Rücken wälzt. Vierbeiner auf dem Rücken liegend sind mehr oder weniger wehrlos, sie tun dies nur, wenn sie sich absolut sicher fühlen. Pferde, Zebras und andere Vierbeiner wälzen sich auf dem Rücken, um Parasiten los zu werden. Ob sich unser Momo nun am Rücken kratzen will oder es ihm einfach gefällt so "menschenähnlich" da zu liegen ist mir nicht klar. Im Winter pflegt sie in der Nähe des Kachelofens auf einem Sofa zu schlafen. Ausgestreckt auf dem Rücken schlafend, die vorderen Pfoten vor sich wie ein aufrecht sitzender Hase, ja, dann kommt uns unsere Katze wie ein kleines Menschlein vor. Obwohl sehr anhänglich, sitzt Momo nie auf den Schoss von Menschen. Sie sitzt oder liegt immer mit einem kleinen Abstand zu Personen denen sie vertraut. Vor Unbekannten flüchtet sie ins Haus. Momo sitzt am liebsten draussen im Freien, auch abends. Sie beobachtet Vögel und allerlei Käfer und Ameisen. Ihr übliches Menü besteht aus zwei Sorten von Diät-Breakkies, das sie je nach Bedarf mit Gras und diversen Käfern ergänzt. |
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Das Langhaarfell muss hin und wieder geschoren werden. |
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Text und Bilder Robert Pfeffer |