Kawasaki Triple und Z1 Treffen
20. September 2009 Neubrunn/ZH
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Klassik
Der typische Z1 Fahrer

Der typische Z1 Fahrer

Triple und Z1 Treffen
Es ist ein ungezwungenes kameradschaftliches Treffen wie die meisten dieser lockeren Oldtimertreffen. Ausser Kawasakis trafen sich gestern Exoten von Bimota, Martin, Moko, Egli und andern. Modelle anderer Marken die man an andern Treffen erwarten würde sind reichlich vertreten. Nur leider keine der im Titel genannten Triples ist zugegen. Die Ragonis alleine hätten schon eine Ausstellung machen können. Und auch keine Drehschieber-Zweizylinder-Zweitakter aus der Zeit von Fritz Hintermüller selig! Wann habe ich die letzte A7 Avenger gesehen? Das muss schon 40 Jahre her sein. Ja nun denn, dann freuen wir uns an den zahlreich erhaltenen, unverwüstlichen Viertaktern mit 900 und 1000 Kubik.

Reiner H. Nitschke schreibt in seinem Buch:
900 Z1
1972 ging der Trend auf dem Motorradmarkt, vor allem in den USA, zu Maschinen mit mehr als 500 Kubikzentimeter Hubraum. Trotz eines Gentleman-Agreements unter den japanischen Herstellern, demzufolge man zunächst noch kein Modell über 750 Kubik herausbringen wollte, stellte Kawasaki auf der IFMA im Herbst desselben Jahres überraschend die 900 Z1 "Super 4" vor. Diese erste eigenständig von Kawasaki entwickelte Viertakt-Maschine rückte das ansonsten nur aus Zweitaktern bestehende Motorrad-Programm des japanischen Großkonzerns schlagartig wieder voll ins Rampenlicht. Eigentlich kam dieser Überraschungsangriff auf die Konkurrenz verspätet. Planung und Entwicklung der Vier-zylinder-Maschine hatten bereits im Jahr 1967 im Kawasaki-Entwicklungszentrum in Akashi begonnen.

Ein Jahr später stellte Honda die CB 750 vor. Die Kawa-Leute fühlten sich überrumpelt und ließen sich von nun an für die Entwicklung des eigenen Top-Modells Zeit. Jahrelange Erprobungen sollten sicherstellen, daß die Geheimentwicklung bei ihrem Erscheinen für nachhaltigen Erfolg sorgen konnte. Es entstand ein mit 79 PS für damalige Verhältnisse sehr starkes und stilistisch überaus gelungenes Motorrad. Das Gesamtgewicht von 246 kg (vollgetankt) ließ noch eine ausreichende Handlichkeit zu. Nur die klotzige Münch "Mammut" mit ihren 88 PS übertraf die Leistung der Kawa.

Die Fachwelt war fasziniert, konnte die 900er doch mit grundsätzlichen konstruktiven Unterschieden zur Hauptkonkurrenz, der Honda CB 750 aufwarten. Mit größerem Hubraum, zwei obenliegenden Nockenwellen und Naßsumpf-Schmierung mobilisierte sie zwölf zusätzliche Pferdestärken. Vor allem der, trotz modernster Technik, einfache Motoraufbau und die weitgehende Demontierbarkeit in eingebautem Zustand verblüfften.

Nach den ersten Testfahrten geriet die Motorrad-Fachpresse völlig aus dem Häuschen. Die Motorleistung beeindruckte derart, daß Ernst Leverkus alias "Klacks" in "Das Motorrad" den Nürburgring-Test mit "Schiere Gewalt" überschrieb. Zu Recht durfte die Z1 den Titel "Schnellstes Serienmotorrad der Welt" tragen. Höchstgeschwindigkeiten von über 210 km/h wurden gemessen, das Beschleunigungsvermögen glich dem der "Sprint-Königin" H2 aus gleichem Hause.
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aus Kawasaki, Historie, Modelle, Technik 1961 bis 1991, Motorbuch Verlag, Rainer H. Nitsche/Mike Barke

 

Kawasaki Triple und Z1 Treffen 2010
Kawasaki Triple und Z1 Treffen 2013
Kawasaki Triple und Z1 Treffen 2014
Z1 und Z1000

Z1 (1973-76) und Z1000

Zephyr 1100

Zephyr 1100, ab 1992

Kritische Besucher

Kritische Besucher

GPZ 900

GPZ 900, ab 1984

Restaurant Krone

Das Treffen findet jeweils in Neubrunn (nähe Turbenthal) beim Restaurant Krone statt

Exoten

Exoten unter sich, Bimota, Moko, Martin und Egli

Exoten

Honda CB900F

Honda CB900F Bol d'Or, 1978-84

Ariel

Ariel

alt und neu

Alt und neu, ganz hinten eine Suzuki GSX-R 1000 von 2008, im Vordergrund eine britischeVorkriegs-Ariel

Text und Bilder Robert Pfeffer
CH-8194 Hüntwangen
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