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Kawasaki H1-500
Mach III

Klassik
Kawasaki Mach IV


Ausgestorben auf den Strassen, aber immer noch zu sehen an Veteranenrennen, die Kawasaki H1. Hier zwei Exemplare am Bergrennen Boécourt 2004.

Extinct on the road, the Kawasaki H1, but still performing strong in vintage races. Here two models competing in a hill climb race in Switzerland.

Daten der Strassenversion:
Hubraum 500 ccm
B x H 60 x 58.5 mm
3 Vergaser 28 mm
5-Ganggetriebe, Kickstarter
60 SAE PS bei 7400/min
Reifen vorn 3.25-19
Reifen hinten 4.00-18
Tank 15 l
185 km/h

Beschleunigung Viertelmeile
H1 1969 12.8 s bei 160 km/h
vmax. 201 km/h
H1A 1971 13.22 bei 158 km/h
vmax. 201 km/h
H1B 1972 13.64 s bei 154 km/h
vmax. 190 km/h
H1D 1973 13.49 s bei 158 km/h

Die Kawasaki H1 Mach III mit Dreizylinder-Zweitaktmotor warf das Werk 1969 auf den Markt. Die Mach III erschien praktisch gleichzeitig mit Hondas CB750. Zwar nur mit 500 ccm und ein paar PS weniger, dafür aber mit einem Leergewicht von nur 174 kg gegenüber den 235 kg der Honda.

Kawasaki baute die H1 bis 1976, ab 1972 wurde sie mit einer Scheibenbremse im Vorderrad ausgeliefert. Das letzte Modell, die KH 500 H8, drosselte das Werk im Hinblick auf Emissionswerte von 60 auf 52 PS. In acht Jahren produzierte das Werk gut 110'000 Stück.

Quellen:
Kawasaki, Historie Modelle Technik 1961-1991, Reiner H. Nitschke/Mike Barke, Motorbuch Verlag

'The Kawasaki Story' by Ian Falloon, Haynes, ISBN 1-85960-613-X

 

Elio Callara

Elio Callara

 

'The Kawasaki Story' by Ian Falloon

'The Kawasaki Story' by Ian Falloon
ISBN 1-85960-613-X

Bergrennen Boécourt 2004, Roland Röthig

Bergrennen Boécourt 2004: Roland Röthig, Mach III mit Rahmen von Rickman.
Bergrennen Boécourt 2004, Peter Freiburghaus
Bergrennen Boécourt 2004: 520 Peter Freiburghaus, 521 Heinz Bänninger Suzuki T500.

Die erste H1 auf der Strasse begegnete mir 1969 auf der Zürcher Europabrücke. Drauf sass kein geringerer als der famose Fritz Hintermüller, der die Zweitakt-Kawasakis zusammen mit Ernst Wolf (HIWO) importierte. Damals kannten wir noch keinen Helmzwang, somit erkannte ich Fritz an der typischen Tweed-Dächlikappe. Fritz Hintermüller war begnadeter Mech, Veteranenrestaurateur und -sammler. Unter anderem besass er einen Bugatti mit dessen Hilfe mir Fritz meine erste und einzige Bugatti-Fahrt bescherte.

Hintermüller und Wolf erging es mit den Kawasakis wie schon mit Honda, das Werk suchte einen kapitalkräftigen Importeur. Jeker & Häfeli in Balsthal übernahm den Kawasaki-Import mit der Lancierung der Viertaktmodelle.

Heute liegt der Import bei der Firma Fibag die zu meinen Primarschulzeiten BSA vertrat. Die Fibag unterhielt eine Werkstatt im Zürcher Kreis 4 an der Ecke Kern-Brauerstrasse. Gegenüber befand sich eine Migros Filiale welche damals der erste Selbstbedienungsladen im Quartier war. Waren wir Kinder stolz, wenn uns Mutter zum Posten in die Migros schickte. Irgendwann gab Migros die Filiale auf und die Heilsarmee, die im Haus schon lange eine Brockenstube betrieb, übernahm den Laden. Und heute, ja da ist jetzt ein Beate Uhse Laden ...

Erlachstrasse Zürich-Wiedikon

In diesem Hinterhof an der Erlachstrasse in Zürich-Wiedikon befand sich die erste Schweizer Heimstätte für Kawasaki Motorräder. Elio Callara (links im Bild) übernahm die ehemalige HIWO-Werkstatt von Ernst Wolf. Noch 1984 verkaufte mir Ernst Wolf Teile für eine Drehschieber 250er aus den 60er Jahren. Was mit dem Zweitakt-Kawasaki-Lager passierte weiss ich nicht, zum Zeitpunkt dieser Aufnahme, 1992, führte Elio das Zylinderschleifwerk/Motorrevisionen weiter.
Heute, Oktober 2004, ist es die Firma "Parts", P. Signer, Erlachstr. 41a, 8003 Zürich.

This shed in a backyard of Zurich-Wiedikon used to be Kawasaki's first 'home' in Switzerland in the sixties. I have no clue what happened to the stock of two-stroke parts.

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Text und Bilder Robert Pfeffer
CH-8180 Bülach

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