13.9.2009, ich traue
meinen Augen nicht. Da fährt tatsächlich jemand
den exklusivsten BMW auf der Strasse!
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Das
Originalbordwerkzeug von Hazet

Typenschild von
1958
Roger Gloor schreibt in
Nachkriegswagen
507, 503 - Im Herbst 1955 war es endlich soweit,
dass BMW wieder einen Sortwagen auf den Markt bringen
konnte. Sein Designer war der in Amerika lebende Albrecht
Graf Goertz. Lassen wir ihn selbst erzählen, wie er zur
Kreation des BMW 507 kam: "Dem BMW-Importeur in New York,
Max Hoffmann, waren von BMW-Leuten Entwürfe für
einen Sportwagen vorgelegt worden. Er beurteilte nach diesen
Zeichnungen gebaute Wagen als unverkäuflich und sah
vor, mit italienischen Karosserieentwerfern Kontakt
aufzunehmen. Ich hörte von den BMW-Plänen und
sandte eigene Entwürfe nach München." Nach Goertz'
eigener Beurteilung waren seine Entwürfe schlanker und
dynamischer. "Der Stil meiner Wagen war 'hungriger'", sagt
er im Rückblick. Und in der Tat: Der zweisitzige BMW
507 war ein Volltreffer, ein Auto, das heute zu den
Klassikern unter den Nachkriegswagen zählt! nicht
minder Stolz waren BMW und Goertz, der sich allerdings
bescheiden im Hintergrund hielt, zu Recht auf das zwei- bis
viersitzige Modell 503, ein Coupé und Cabriolet von
ruhiger Eleganz, das etwas in den Schatten des 507
gelangte.
...
Der Hubraum des V8-Motors war für diese
denkwürdige Frankfurter Automobilausstellung (1955) von
2.6 auf 3.2 Liter erhöht worden. Er leistete in den
Modellen 502 - dieses gab es weiterhin auch mit dem 2.6
-Liter-Aggregat - und 505 120 PS, in den Sporttypen 503 und
507 140 PS. Diese Leistung wurde mit einer vergleichsweise
bescheidenen Verdichtung von 7.5:1 und zwei
Fallstrom-Doppelvergasern erreicht. Als
Kraftübertragung diente beim 507 Touring-Sport - wie er
offiziell benannt wurde - ein direkt an den Motorblock
angeflanschtes 5-Gang-Getriebe. Beim 507 kamen auch ein
Sperrdifferential und eine Stockschaltung hinzu. Im
Gegensatz zur normalen BMW-Hinterachse wurde die 507
Starrachse durch Schub- und Zugstreben in der
Längsrichtung und durch einen Panhardstab in der
Querrichtung geführt. Die Lenksäule war in ihrer
Länge verstellbar. Das Armaturenbrett des mit einem
Hardtop gelieferten Roadster bestach durch die
richtungweisende Auslegung. Dem 507 wurde eine
Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h nachgesagt,
während für den 503 - dieser besass das 502
Chassis - 190 km/h als Spitze genannt wurden. Vor allem der
Typ 507 sorgte für eine beträchtliche Aufwertung
des Namens BMW; er galt allgemein als Alternative zu dem
bereits 1954 lancierten berühmten
Flügeltüren-Mercedes-Benz 300 SL.
Aus
Nachkriegswagen, Personenautos 1945-1960 von
Roger Gloor, Hallwag Verlag,
ISBN 3-444-10263-1
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